Dynamischer Humanismus

 

 

Was bedeutet dynamischer Humanismus?


Unsere Schule legt Wert auf Sprachbildung, Entfaltung der eigenen Persönlichkeit, interkulturelle Toleranz und Kompetenzen, die für unsere Schüler und deren Erfolg im späteren Leben und Beruf notwendig sind. Unterrichtet wird mit Blick auf das Ganze „omnes omnia omnino excoli“, das heißt: "Alle Schüler alles in Rücksicht auf das Ganze zu lehren".


Wie ist so etwas möglich?

Es ist die Sprache, mit Hilfe derer eine Weltsicht entwickelt werden und Vernunft richtig angewendet werden kann. Doch ist sich Bildung auch der Grenzen der Erkenntnis bewusst und nicht dogmatisch. In schwierigen Diskussionen kann es helfen, sich an einen philosophischen Grundsatz zu erinnern und sein scheinbares Wissen zu hinterfragen, denn „Man kann nicht mehr wissen, als man weiß.“ (Karl Raimund Popper). Die Fächer Latein und Philosophie bieten eine kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen Zeitströmungen und liefern Schlüsselkompetenzen wie Rhetorik, Präsentation und Konfliktmanagement. Unser umfassendes Sprachangebot (Englisch, Latein (Griechisch), Französisch, Spanisch, Italienisch) spiegelt diese Bildungsvision. Um ein bestimmtes Ziel in der Zukunft anstreben und erreichen zu können, bedarf es zweier entscheidender Kompetenzen: „Sich selbst gefunden zu haben“ und gleichermaßen „Abstand von sich nehmen können“, „ein freier Mensch zu sein“. Schüler erlernen in der Beschäftigung mit der Antike, Abstand von scheinbaren Selbstverständlichkeiten zu gewinnen. Der griechische Mut lässt an unserer Menschen Routine zweifeln, der römische Sinn für Kontinuität erinnert uns daran, dass wir nicht selten allzu vergesslich sind!


LATEIN

Ab der 6. Klasse lernen die Schüler/innen Latein, die gemeinsame europäische Kultursprache und Grundlage für das Erlernen weiterer Sprachen.

Die Nikolaus-August-Otto-Schule führte ab diesem Schuljahr das moderne Unterrichtswerk „Felix“ ein und koordiniert ihre Arbeit sowohl mit den Deutsch- wie auch den Englisch-Lehrern, um den Kindern im Zusammenwirken einen möglichst großen Lernerfolg zu ermöglichen.

Eine Erkenntnis der Lernpsychologie besagt, dass der Lernprozess durch Wiedererkennen von Bekanntem, aber auch durch das Begreifen des Kontrastes zum Gewohnten in besonderer Weise gefördert wird. Die Erziehung zu einem „bewussten Sprachgebrauch“ ist umso erfolgreicher, je früher sie beginnt.

Der Lateinunterricht ist heute so konzipiert, dass bei genügender Aufmerksamkeit des Schülers im Unterricht elterliche Hilfe nicht nötig ist. Auch Eltern, die selbst nicht Latein gelernt haben, sollten es wagen, ihrem Kind den Zugang zu Latein zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu ermöglichen.

Nach dem Erlernen der Grundlagen werden historische, philosophische und poetische Texte gelesen und interpretiert. Exkursionen, die Teilnahme an Olympiaden und internationalen Latein-Wettbewerben sowie eine jährlich stattfindende Studienreise nach Rom in Q2 (Klasse 11) bereichern den Unterricht beginnend mit der jüngsten Klasse. Schüler/innen aller Jahrgangsstufen erhalten die Möglichkeit, in 1 Zusatzstunde wöchentlich sich auf die jeweiligen Wettbewerbe vorzubereiten.


Großer Erfolg der Nikolaus-August-Otto-Schule beim „Bundeswettbewerb Fremdsprachen“

Beim Landesentscheid des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen Latein und Griechisch hat die Klasse 6ac im vergangenen Schuljahr den 4. Platz und die Klasse 9abc einen beachtlichen Anerkennungspreis gewonnen! Großes Lob gebührt den „Kleinen“ nach einer erstaunlichen Unterrichtszeit von nur 5 Monaten. Die Freude und das Engagement aller Schüler, ein eigenes Theaterstück in lateinischer Sprache zu schreiben, drängt nach weiteren Ideen!


Wir gratulieren herzlichst allen Schülern zu ihrem Erfolg!

Um auch den Mitschülern einen kleinen Einblick in unseren „Latein-Alltag“ zu geben, beteiligen sich alle Latein-Schüler aller Klassen an unserer ab November neu erscheinenden Zeitung „In nova fert animus“ mit regelmäßigen (auch auf unserer Homepage zu lesen!) Nachrichten auf Latein „Nuntii Latini“:

Canes magistri auxiliares Canes in schola versari non licet. Quae quidem adhuc valebat. Tamen plus quam milia quadrupedum in scholis Germaniae laborant et magistros adiuvant. Magistri, quibus talis canis est, animadverterunt discipulos canibus praesentibus melius collaborare atque plura discere. Ceterum canis Sadie nominata prima magistra auxiliaris erat...

Hunde haben in der Schule nichts zu suchen. So galt es jedenfalls bis jetzt. Dennoch arbeiten schon mehr als Tausend Vierbeiner in Deutschlands Schulen als Hilfslehrer. Die Lehrer, die einen solchen Hund besitzen, haben beobachtet, dass mit dem Einsatz der Hunde die Schüler besser zusammenarbeiten und auch mehr lernen. Übrigens der erste Hilfslehrer war die Hündin Sadie...



PHILOSOPHIE

„Ein bunter Hund“ oder besser „Der Lichtwolf“?

„Jeder Schüler kann in der Physikstunde durch Versuche nachprüfen, ob eine wissenschaftliche Hypothese stimmt. Der Mensch aber lebt nur ein Leben, er hat keine Möglichkeit, die Richtigkeit der Hypothese in einem Versuch zu beweisen. Deshalb wird er nie erfahren, ob es richtig oder falsch war, seinem Gefühl gehorcht zu haben.“ (M. Kundera, Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins) Seitdem Menschen über sich und ihr Verhältnis zur Welt nachdenken, sehen sie sich mit der Frage nach dem Nutzen des Philosophierens konfrontiert. Wer den Menschen als Menschen verstehen und Leben reflektieren will, beschäftigt sich mit den grundlegenden Fragen, wie I. Kant sie formulierte, „Was ist der Mensch?“, „Was kann ich wissen?“, „Was kann ich glauben?“, „Was soll ich tun?“. Doch wer gibt uns die wahren Antworten auf die vielen und bunten Fragen? Möglicherweise der „Wolf“. Die Antike bezeichnete Apoll sowohl für den Gott der Sonne als auch für den der Wölfe. Mag man sich den Wolf als Lichtung vorstellen, ist die Lichtung der Ort, der es erlaubt, das Verborgene zu enthüllen. Philosophie wird ab der Klasse 5 bis in Q4 unterrichtet und kann mit einer Abiturprüfung abgeschlossen werden. Auf große Begeisterung stoßen die jährlichen Philosophie-Olympiaden, sowohl national wie auch international, auf die unsere Schüler im Rahmen des Unterrichts vorbereitet werden. Die Anstrengung lohnt sich: Es erwarten die Besten der „National-Runde“ eine mehrtägige „Philosophie-Winterakademie“ mit Vorbereitung, ein „Essay in englischer oder französischer Sprache“ selbst zu verfassen, um dieses Können im darauffolgenden Mai in einem der beteiligten Staaten stattfindenden „Internationalen-Wettstreit“ zu beweisen. Hierzu kommt der interessante Aspekt der Möglichkeit, alte Sprachen, philosophische Fragestellungen und neusprachliche Fächer in direkten Zusammenhang zu stellen. Das Vertrauen, das wir unseren Schülern entgegenbringen, wird um ein Vielfaches belohnt. Größtes Engagement, auch bei der diesjährigen Gestaltung des „Welttages der Philosophie“ am 17. November 2011, eröffnet der Nikolaus-August-Otto-Schule einen Weitblick, den unsere Schüler/innen beleben.


OStR. Mag. Barbara Schwarz 

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